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Wild und wegelos: die Rominter Heide
Die Rominte heißt heute Krasnaja
Gedenkstein für Jäger-Prinz Friedrich
Nur Trümmer: der "Reichsjagdhof"
Waldwerk

Die Rominter Heide ist der letzte Rest der legendären „Großen Wildnis". So nannte der Deutschen Ordens im Mittelalter jene großenteils undurchdringlichen Wälder im Osten des Pruzzenlandes. Damals lebten hier, in versteckten Siedlungen Ackerbau treibend, heidnische pruzzische Stämme: die Sudauer und Natanger, südlich (im heutigen Masuren) die Galinder. Der Orden ließ große Teile der Wälder lange stehen, als natürlichen Schutzwall gegen die weiter östlich beheimateten Litauer. Bis weit in das 16. Jahrhundert hinein dehnte sich zwischen Masuren und Insterburg ein riesiger geschlossner Urwald aus, mehr als 50 000 Quadratkilometer groß. In ihm lebten Wisente und Aucherochsen und Bären, Wölfe. Ein wildes Stück Land.

 

Siedlungen gab es kaum, nur Pechsieder und Jagdbuden. Aus ihnen sollten später, viel später die wenigen Dörfer wachsen, die es in der Rominter Heide überhaupt gab...