...das sind die üblichen Stationen vieler Kaliningrad-Reiseveranstalter. Doch das nördliche Ostpreußen hat auch abseits der gängigen Touristenrouten viel an Sehenswertem zu bieten, und der Reiz des Hinterlandes östlich von Kaliningrad mit seinen weiten, melancholischen Naturlandschaften unter dem sprichwörtlichen hohen Himmel steht vor allem zur quirligen lauten Gebietshauptstadt in einem großen Kontrast.
Ob in Insterburg (Tschernjachowsk) oder Gubinnen (Gusew), Ladehnen (Krasnosnamensk) oder Labiau (Polessk) – die alten Landstädte Ostpreußens sind von einem ein ganz eigenartigen Flair, gemischt aus beschaulichem russischen Provinzleben und vielen spuren deutscher Geschichte. Einen Ausflug wert sind auch das alte Tilsit (Sowjetsk) an der Memel, wo noch manche historische Fassade an die „Stadt ohnegleichen“ erinnert, und Friedland, heute Prawdinsk, wo man das Andenken an eine große tragische russisch-preußische Schlacht gegen Napoleon lebendig hält.
Der große Schatz des Hinterlandes ist aber seine Natur. Im Südosten lockt die Rominter Heide zu ausgedehnten Wanderungen durch einen der letzten Urwälder Europas. Am Kurischen Haff breiten sich die Moorwälder der Elchniederung aus – eine atemberaubende, von Dutzenden Flüssen durchzogene Wildnis, die am besten mit dem Kanu zu erleben ist, weil nur an wenigen Stellen Wege in diese urwüchsige Bruchlandschaft hinführen.
Einiges von dem, was es im Königsberger Gebiet zu sehen, zu entdecken, zu erkunden gibt, haben wir hier für Sie zusammengestellt.